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TON Bugholzstuhl, Schwarz 830790

Sale price EUR €173.00 Regular price EUR €889.00

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Allgemeine Informationen

Bugholz mit Peddigrohr.

Diese Tonschen Modelle eines Möbels mit Sitzfläche und Rückenlehne aus Peddigrohrgeflecht ­lehnen sich an die bewährte, klassische Gestaltung an – und selbstverständlich sind die zugehörigen Gestelle ebenso in klassischer Bugholztechnik gefertigt. Aus gespal­tenem und gebeiztem Peddigrohr entstehen die feinen, doch kräftigen Geflechte, die zum Schluss von Hand per dreifachem Einzug durch Bohrungen im Stuhlfalz fest mit den ­Gestellen verbunden werden.

Wie das Holz gebogen wurde

Revolutionen im Möbelbau sind eine eher seltene Sache. Die Perfektionierung des Bugholzstuhls durch Michael Thonet (1796–1871) war solch eine umwälzende Tat – in dreierlei Hinsicht. Aus technischer Sicht bahnte sich die Revolution seit etwa 1830 an. Michael Thonet experimentierte mit Verfahren, Holz unter Wirkung von Dampf und Leimwasser biegbar zu machen. Er verbesserte sie Schritt um Schritt; im Jahre 1852 erhielt er schließlich nach mehreren Anläufen ein Patent, das seine Methode „Dem Holze durch Zerschneiden und Wiederzusammenleimen jede beliebige Biegung und Form in verschiedener Richtung zu geben“ schützte. „Jede beliebige Biegung“ – diese Formulierung deutet die zweite Revolution an. Mit Hilfe der Bugholztechnik konnten auch in der Formgebung neue Wege beschritten werden; einfache Halbkreisbögen als Rückenlehne, rundgeformte und gleichwohl massivhölzerne Kombinationen von Stuhlrücken und -lehne oder auch gebogene Stuhlbeinverstärkungen waren nicht nur technisch, sondern auch gestalterisch Neuerungen. Zum dritten markierten die Bugholzmöbel eine wirtschaftliche Revolution. Sie waren nicht nur für eine Herstellung im industriellen Maßstab geeignet, sie setzten sie geradezu voraus. Und so führte schon zu Lebzeiten Michael Thonets die Idee des Bugholzmöbels zu einer eigenen Industrie. Seine Söhne und Nachfolger produzierten Bugholzstühle in Massen und gründeten zahlreiche Fabrikationsstätten, vornehmlich im damals zum k. u. k. Österreich gehörigen osteuropäischen Raum, wo Arbeitskraft günstig und der Vorrat an Buchenholz schier unerschöpflich war. Eines dieser Werke entstand 1861 in der mährischen Stadt Bystritz am Hostein, dem heute tschechischen Bystrice pod Hostýnem. Es firmiert nach einer wechselvollen Geschichte als eigenständige Aktiengesellschaft unter dem Namen TON (továrny na ohýbaný nábytek, zu deutsch „Fabrik für Bugholzmöbel“) noch heute: Bystritz ist der älteste Ort weltweit, an dem Möbel durch das manuelle Biegen von Holz gefertigt werden.

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