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Schnecken vertreiben im Einklang mit der Natur

Schnecken können im Hausgarten große Schäden anrichten. Handeln ist also angesagt – doch sollten alle Maßnahmen zur Regulierung im Einklang mit der Natur stehen und sich nicht zusätzlich gegen das Ökosystem richten. Denn ein hohes Schneckenaufkommen zeigt ohnehin ein Ungleichgewicht an, weiß der Autor dieses Bandes, und rät von drei Dingen ab (wohl den typischen Reflexen des Gärtners, der seinen Salat ständig gefährdet und alle Dahlien schon völlig abgenagt sieht): sich über die Plagegeister zu sehr zu ärgern, hektisch nach schnellen Lösungen in Form von chemischen Mitteln zu suchen oder gar in Hilflosigkeit zu verfallen. Gegen alles ist ein Kraut gewachsen; und gegen Schnecken zum Beispiel das von Adler- oder Wurmfarn, Rhabarber, Wermut oder Begonie, deren Blätter als Auszug, Jauche oder Tee angesetzt werden können, um damit die Abwehrkräfte der Pflanzen im Garten zu stärken. Zunächst einmal befasst Schnitzers Ratgeber sich aber mit der Lebensweise und Fortpflanzung der Kriechtiere. Ganz einfach: Nur wer ihre Verstecke im Garten und Vorlieben kennt, kann das Schneckenaufkommen erfolgreich eindämmen. Im Gemüsebeet wird die Mischkultur empfohlen, also das Kombinieren von Pflanzen, die sich grundsätzlich gut vertragen und die dadurch gesünder und deutlich widerstandfähiger gegen Schädlinge und Krankheiten sind. Gleichzeitig sollte man immer versuchen, im Garten vermehrt Lebensräume für Nützlinge wie Igel und Kröten, die sich auch Schnecken schmecken lassen, zu schaffen. Und schließlich empfiehlt Schnitzler zusätzlich zu mechanischen Mitteln wie Schneckenring und Schneckenzaun vor allem das regelmäßige und ausdauernde Absammeln der Tiere als effizienteste Methode und zeigt dazu sehr ausführlich auf, an welchen Stellen – etwa unter Holzbrettern, in Erdspalten im Gemüsebeet, in Regenwurmröhren, unter Steinen und Ziegeln – ihre bevorzugten Verstecke, Schlaf- und Eiablageplätze zu finden sind (und auch, wie sie sich gut dorthin locken lassen).

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