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Schaukelfigur, Engel 838321

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Beschwingte Stimmung. Perfekt ausbalanciert

Das Drechseln und Drehen, Schnitzen und Schleifen liegt ihm im Blut: Wolfgang Werner stammt aus einer alteingesessenen Seiffener Spielzeugmacher-Familie. Historische Vorlagen dienen ihm als Inspiration für seine mechanischen Holzspielzeuge, deren Konstruktion anzumerken ist, dass Werner ursprünglich den Ingenieurberuf ins Auge gefasst hatte. Nun ist er doch ein erfahrener Spielzeugmacher geworden, unter dessen Händen – und denen seiner Mitarbeiter – diese perfekt ausbalancierten Schaukelfiguren entstehen. Ausschließlich heimische Hölzer –  wie Buche, Ahorn, Birke und Fichte –  werden dazu in sorgfältiger Handarbeit gedrechselt, geschliffen und schließlich von Hand bemalt. Fortan sind sie bereit, von jeder erdenklichen (Möbel-)Kante aus ihre Bestimmung dekorativ zu erfüllen und beschwingt weihnachtliche Stimmung zu verbreiten.

Volkskunst aus dem Erzgebirge. Seiffen

Dass sich im ursprünglich dicht bewaldeten Erzgebirge eine berühmte Holzkunst herausbildete, erklärt sich nicht allein aus der Verfügbarkeit des Werkstoffes. Als Wirtschaftszweig gewann das Kunsthandwerk umso mehr Bedeutung, als der dortige Bergbau rasch an Ressourcen und Rentabilität einbüßte. In diese Lücke schlüpfte die Volkskunst, welche der Bergbau – nicht weniger als das Weihnachtsfest – noch mit zahlreichen Motiven prägte. Ein Zentrum der Holzkunst bildete sich rund um Seiffen heraus, wo 1853 eine der ersten Fachgewerbeschulen gegründet wurde, um das Kunsthandwerk zu fördern. Im sogenannten Spielzeugwinkel stellen bis heute kleine und große Handwerksbetriebe die Klassiker der Volkskunst des Erzgebirges her: von Reifentier und Räuchermännchen über Bergmannsfigur und Nussknacker bis hin zu Schwibbogen und Flügelpyramide.

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