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Spiel von Form und Farbe. Satztische von Josef Albers.
Die Wirkung von Farben, Formen, Linien und Flächen aufeinander und die Wahrnehmung von Farben auf der Grundlage von Quadraten sind die zentralen Aspekte im Schaffen des Malers und Kunsttheoretikers Josef Albers (1888–1976). Bei diesen Satztischen, die Albers 1926 für die Villa Möllenhoff in Berlin entwarf, holte er seine Betrachtungen von der zweidimensionalen Leinwand in den dreidimensionalen Raum und damit zugleich von der rein betrachtenden Kunst in den praktischen Alltagsgebrauch. Nicht von ungefähr, denn Satztische, gemeinhin vor allem für ihre raumökonomischen Vorzüge – als ganz nach Bedarf vergrößer- oder verkleinerbare Ablage- und Abstellflächen – geschätzt, waren für Albers Zwecke geradezu prädestiniert. Er kombinierte filigrane Gestelle aus klarlackiertem Eichenholz mit mattschwarz lackierten Zargen aus Rotbuchenholz und glänzenden, unterseits farbig lackierten Glasplatten. Linien, Flächen, Winkel und Vorsprünge geben den Tischen so im Zusammenspiel mit den unterschiedlich strukturierten Oberflächen trotz ihrer formalen Strenge eine lichte, räumliche Dynamik. Wesentlichen Anteil daran haben die klaren, wie bei Albers Bildern nie gemischten, sondern direkt aus industrieller Herstellung aufgetragenen Farben, die je nach Aufstellort, Stellung der Tische zueinander und Lichtverhältnissen immer wieder unterschiedlich auf den Betrachter wirken. Von einer zwischenzeitlichen Replik abgesehen, bei der die Tischplatten jedoch aus Acrylglas gefertigt waren, gab es bis vor Kurzem keine originalgetreue Neuauflage der Satztische. Hier kommt sie nun, hergestellt in Deutschland mit drei Millimeter starken Glasplatten italienischer Herkunft.
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