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Ostereier Spitzenmotive 830326

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Spitzenkunst auf Holzhandwerk

Spitzendeckchen mögen nicht jedermanns Sache sein, eine „spitzenmäßige“ Dekoration dagegen sehr. Filigrane Spitzenmuster genießen in der erzgebirgischen Volkskunst eine lange Tradition, und so werden auch diese Ostereier aus dem vollen Holz der Weißbuche gedrechselt und per präzisem Tampondruck mit dem Spitzenmotiv dekoriert. Die Punkte rund um jedes Ei werden abschließend von Hand aufgemalt. Das Sextett stammt aus einer Seiffener Manufaktur, in der ihrem Handwerksvater das Drechseln und Drehen, Schnitzen und Schleifen gleichsam in die Wiege gelegt wurde: Wolfgang Werner wurde in eine alteingesessene Spielzeugmacher-Familie hineingeboren. Neben seinen bewegten Konstruktionen – wie Schaukelfiguren, Pendelreitern und Lauftieren – holt der erfahrene Spielzeugmacher gern auch traditionelle Anhänger wie diese aus der Drehbank. Im Osterstrauß machen sich die Ostereier ebenso schmuckvoll wie als farbenfrohe Verzierung der Festtafel oder eines kleinen österlichen Präsents.

Volkskunst aus dem Erzgebirge. Seiffen

Dass sich im ursprünglich dicht bewaldeten Erzgebirge eine berühmte Holzkunst herausbildete, erklärt sich nicht allein aus der Verfügbarkeit des Werkstoffes. Als Wirtschaftszweig gewann das Kunsthandwerk umso mehr Bedeutung, als der dortige Bergbau rasch an Ressourcen und Rentabilität einbüßte. In diese Lücke schlüpfte die Volkskunst, welche der Bergbau – nicht weniger als das Weihnachtsfest – noch mit zahlreichen Motiven prägte. Ein Zentrum der Holzkunst bildete sich rund um Seiffen heraus, wo 1853 eine der ersten Fachgewerbeschulen gegründet wurde, um das Kunsthandwerk zu fördern. Im sogenannten Spielzeugwinkel stellen bis heute kleine und große Handwerksbetriebe die Klassiker der Volkskunst des Erzgebirges her: von Reifentier und Räuchermännchen über Bergmannsfigur und Nussknacker bis hin zu Schwibbogen und Flügelpyramide.

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