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Manufactum Kuckucksuhr 840002

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Zurück zur klaren Form. Die Manufactum-Kuckucksuhr

Ende des 17. Jahrhunderts entstand im Schwarzwald aus dem winterlichen Nebenerwerb einiger Landwirte eine sich immer höher entwickelnde Uhrenproduktion, aus der schließlich sogar das feinmechanische Zentrum Deutschlands hervorging. Auch die (zu Unrecht) oft verspottete Kuckucksuhr wurde dort zu einer Qualitätsuhr verfeinert. Die bis heute übliche Grundform ihres Gehäuses geht auf einen Gestaltungswettbewerb aus dem Jahr 1850 zurück, den Robert Gerwig – Leiter der Großherzoglichen Badischen Uhrmacherschule in Furtwangen sowie Baumeister der Gotthard- und der Schwarzwaldbahn – ausgeschrieben hatte. Sieger war der Karlsruher Architekt und Professor für Konstruktionslehre Friedrich Eisenlohr. Er hatte dem Gehäuse die Form der von ihm entworfenen Bahnwärterhäuschen entlang der Schwarzwaldbahn gegeben – was dadurch einen sinnfälligen Zusammenhang ergibt, als es eben diese Schwarzwaldbahn war, welche die oft abgelegenen Täler erschloss und mit dem Zugang zum Rohstoff Metall maßgeblich zur Entwicklung der Feinmechanik im Schwarzwald beigetragen hat. Im Lauf der Zeit mussten viele Kuckucksuhren jedoch – entgegen der ursprünglich eher strengen Form – allerlei der lokalen Flora und Fauna entlehnten gestalterischen Unfug über sich ergehen lassen.

Unsere Kuckucksuhr: Qualität aus Baden

Wir haben die Kuckucksuhr zurückgedreht. Unsere Ausführung – eine Sonderanfertigung der 1894 gegründeten Schwarzwalduhrenmanufaktur Rombach & Haas – geht in der formalen Klarheit sogar noch über das gestalterische Urbild hinaus. Die schwarzlackierten Eisengewichte in Zapfenform sind das einzige klassische Zierelement. Das mechanische Uhrwerk kommt aus einem feintechnischen Betrieb in Triberg, der seit 1856 Uhrenteile und Uhrwerke herstellt. Es ist ein 8-Tage-Werk, das in der Fertigung aufwendiger und kostspieliger als ein 1-Tages-Werk ist, weshalb es nur bei wenigen Kuckucksuhren zum Einsatz kommt.

Pfeifen und Bälge. Der Kuckucksruf

Der Schlagmechanismus betätigt neben einer Tonfeder zeitversetzt Blasebälge auf zwei Pfeifen, wodurch der charakteristische „Kuckucksruf“ entsteht, der seit dem 19. Jahrhundert bei den meisten Kuckucksuhren im Intervall der großen Terz erklingt und die Uhr als Musikautomaten ausweist. Das Verneigen des handgeschnitzten Vogels während des Rufs steuert ebenfalls einer der Blasebälge mit seiner Auf- und Abwärtsbewegung.

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