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Herder Küchenmesser K1 HRC 60 blaugepließtet 830840

Sale price EUR €62.45 Regular price EUR €124.90

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Exklusiv

Messergriffe aus gedämpftem, feinpoliertem Holz sind selten. Noch seltener sind Messergriffe aus gedämpftem, feinpoliertem Apfelbaumholz, denn Apfelbaumholz zählt, da es nur langsam trocknet, nicht zu den typischen Wirtschaftshölzern. Es lässt sich aber aufgrund seiner Härte, seines Gewichts und seiner Widerstandsfähigkeit sehr gut verarbeiten. Herder in Solingen fertigt diese Messergriffe mit Seltenheitswert exklusiv für Manufactum: zum besseren Oberflächenschutz sogar geölt.

Universalmesser

Die kleine, zum Messergriff hin leicht ausgestellte Universalklinge eignet sich zum Zubereiten, Ausputzen, Parieren und Schälen gleichermaßen.

Solinger Dünnschliff: nagelgehend und schrammenrein

Bemerkenswert sind die Windmühlenmesser von Robert Herder in Solingen nicht allein wegen des Messerstahls (mindestens 0,75% Kohlenstoffanteil und eine Härte von mindestens 56 HRC bei den Kohlenstoffstählen), sondern vor allem wegen der handwerklichen Zurichtung, die keine der traditionellen schleiftechnischen Mühen scheut: Windmühlenmesser werden extrem dünn ausgeschliffen. Daraus resultiert ihre verblüffende Schneidfähigkeit, die im Gebrauch ein Erlebnis ist. Die aufwendigste Art des Schliffs ist der Walkschliff, eine besondere Art des Dünnschliffs, bei der die Klinge zum Messerrücken hin verjüngt geschliffen wird.

Blaugepließtet

Pließten nennt man in Solingen das Glätten der auf der Klinge verbliebenen Schleifriefen, den Feinschliff also. Die aufwendigste Stufe dieser Technik ist das Blaupließten. Dabei wird der Stahl Stufe um Stufe feiner geschliffen. Dass eine Klinge blaugepließtet ist, erkennen Sie daran, dass sie im Licht leicht bläulich spiegelt.

Länger scharf dank höherer Härte

Die elastischen Klingen der blaugepließteten Messer von Herder sind im Solinger Dünnschliff sowie im Walkschliff geschliffen. Dank der sehr hohen Härte von 60 Rockwell (HRC) halten sie ihre Schärfe deutlich länger. Allerdings: Der hohen Härte wegen – und ebenweil sie so überaus dünn geschliffen sind – sollten die Klingen nicht gedreht oder gar verkantet werden, da dies beim Schneiden unter Umständen zu Ausbrüchen am Material führen kann.

Nicht rostfrei, aber wirklich scharf

Das traditionelle Material für Messerklingen ist der Kohlenstoffstahl. Dieser ist nicht rostfrei, lässt sich jedoch bei feinkörnigem Gefüge besonders hoch härten und extrem scharf zurichten. Dabei gilt: Je höher der Kohlenstoffanteil, desto höher kann gehärtet werden. Ihre hohe Schneidfähigkeit verdanken diese Messer neben der Zurichtung also dem Material, ihre hohe Schneidhaltigkeit einem materialbedingten Selbstschärfeffekt. Bei jedem Schnitt durch Obst oder Gemüse findet ein minimaler Materialabtrag statt und die Klinge nutzt sich gleichmäßig ab. Der Messermacher spricht hier von Mikrokorrosion. Tatsächlich bedeutet dies, dass die Klinge mit den Jahren stetig schmaler wird – ihren scharfen Schliffwinkel aber immer behält. Klingen aus Kohlenstoffstahl setzen mit der Zeit eine dunkle Patina an, die ihre Qualität jedoch keinesfalls negativ beeinflusst, sondern ihnen im Gegenteil einen besseren Schutz gegen Korrosion verleiht.

Pflegehinweis:

Kohlenstoffstahl­messer gehören nicht in die Spülmaschine. Wischen Sie die Messer nach dem Spülen trocken ab und tragen Sie gelegentlich etwas Klingenöl auf. Auf dem Klingenmaterial kann es zu Verfärbungen kommen. Das ist aber kein Zeichen minderer Qualität, sondern weist nur auf den recht hohen Kohlenstoffgehalt im Material hin. Bei Flugrost empfiehlt sich der Einsatz des Rostradierers. Ein Nachschärfen kann mit dem Wetzstahl erfolgen.

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