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Grobschere Kohlenstoffstahl 829546

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Allgemeine Informationen

Für härteste Beanspruchung. Die Grobschere

Eine beeindruckende Schere aus dem lederverarbeitenden Gewerbe ist die auch als Sack- oder Buchbinderschere bekannte Grobschere. Die massive Schraube bildet einen stabilen Drehpunkt, die kräftigen Blätter – eines davon mit abgestumpfter breiter Spitze – trotzen auch groben Anforderungen und können bei Bedarf nachgeschliffen werden. Die großzügig dimensionierten Augen gestatten eine komfortable Kraftausübung. Für (fast) jede Art von Textilien, Leder oder Karton.

Scheren aus Solingen. Von Carl Schwarte

Das 1910 gegründete Familienunternehmen Carl Schwarte – einer der wenigen echten Berufsmesser- und -scherenhersteller in Solingen – beliefert seit 100 Jahren Kunden überwiegend aus Industrie- und Handwerksbetrieben unterschiedlichster Branchen. Alle Arbeitsschritte erfolgen bis heute in Handarbeit, bevor die Scheren geprüft und mit dem Firmennamen gestempelt werden. Diese sind preisgünstig, robust und äußerst gebrauchstüchtig, sie sind aus Kohlenstoffstahl geschmiedet und daher nicht rostfrei. Sie werden geölt geliefert und sollten auch gelegentlich mit Öl gepflegt werden. Mit der Zeit büßen die Scheren ihren herstellungsbedingten Glanz ein, erhalten dafür jedoch im Gebrauch eine schöne Patina.

Scherenkunde

Heute eine gute Schere erwerben zu wollen, bedeutet Schatzsuche. Ihr erster Blick sollte der Verbindung zwischen den beiden Blättern gelten. Sind sie genietet, so ist die Schere zum alsbaldigen Verbrauch bestimmt. Man kann sie nämlich nicht nachschleifen. (Vorsicht: Manche Nieten werden einseitig als Schrauben verkleidet.) Aber das Nachschleifen von 2-Mark-fuffzig-Scheren wäre ja auch Unsinn: Es kostet mehr als die Schere selbst, und die würde es ohnehin nicht überleben. Und so gibt es einen Wegwerf- und Schundartikel mehr: Scheren, die nicht funktionieren, dafür aber auch nicht lange leben, dafür aber auch nichts kosten. Nur eines haben unsere Scheren mit solchen gemeinsam: Sie kosten soviel, wie sie taugen. Hier kommen Berufs- und Haushaltsscheren aus renommierten Schmieden, die vor der Billigflut noch nicht resigniert haben: von Robuso in Solingen etwa, oder von Dovo. Die Qualitätsansprüche in diesen traditionell orientierten Betrieben werden nicht von DIN-Normen oder Solingen-Gesetzen bestimmt, sondern vom Stand der Kunst, und die musste sich hier nie unter die Gesetze der Massenproduktion beugen. Scheren werden dort warmgeschmiedet und weitgehend in Handarbeit gemacht. Die überragende Qualität unserer Scheren kann man übrigens auch hören: Sie singen ganz fein, wenn sie sich bewegen, weil sie sich tatsächlich nur in einem Punkt berühren.

Pflegetipps

Schneiden Sie mit Ihren Scheren nur das Material, für das sie gemacht sind. Damit sie ihre Feingängigkeit behalten, müssen sie im Gebrauch hin und wieder leicht eingefettet werden: Es genügt, kurz mit dem Handballen über die Blätter zu fahren. Wenn Sie ihre Schere ab und an nachschleifen lassen, haben sie eine fast unbegrenzte Lebensdauer bei gleichbleibender Funktionstüchtigkeit.

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