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AstroMedia Kopernikus-Planetarium 843638

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Mondfinsternis und Venussichel erleben

Dieses Gerät steht in der Tradition der mechanischen Kurbel-Planetarien, die seit dem 18. Jahrhundert gebaut wurden. Die wenigen erhaltenen Exemplare sind heute wohlgehütete Museumskostbarkeiten. Eine Umdrehung der Kurbel lässt im Modell eine Woche verstreichen und bewirkt sechs verschiedene Bewegungen gleichzeitig. Die Planeten Merkur und Venus drehen sich um die Sonne, der Mond dreht sich um die Erde und diese um sich selbst. Da sie auf ihrer schräg stehenden Achse immer astronomisch korrekt ausgerichtet bleibt, ist selbst der Wechsel der Jahreszeiten nachvollziehbar. Die mit einer hellen LED ausgestattete Sonne vermittelt im abgedunkelten Raum einen Eindruck vom Entstehen der Mondphasen und der Finsternisse sowie der Sichelphasen der Venus.

Der Lauf der Gestirne

Einige Stunden Bauzeit sind einzuplanen, bevor die leichtgängige Kurbel das Modell über Treibriemen, Umlenkrollen, die zentrale Welle und Rillenräder in Schwung bringt. Aus verständlichen Gründen bildet das Kurbelplanetarium nicht das tatsächliche Geschehen im Sonnensystem ab. Die Mondfinsternisse beispielsweise entstehen im Kurbelplanetarium wöchentlich (was realiter nicht der Fall ist), und eine Sonnenfinsternis wird nicht vollständig „finster“, da Modellplaneten und -mond die Modellsonne nicht zur Gänze verdecken können. Verwenden Sie das Modell also lieber nicht zur Vorhersage der nächsten Mondfinsternis. Radien und Umlaufperioden der Planetenbahnen aber sind in diesem Modell richtig wiedergegeben.

So veranschaulicht das Kurbelplanetarium das heliozentrische Weltsystem des Nikolaus Kopernikus – dem dieses Planetarium gewidmet ist. Bereits 1514 umriss Kopernikus in der kleinen Denkschrift „Commentariolus“ sein Weltmodell eines heliozentrischen Systems. Dieser Entwurf war revolutionär, denn nun stand nicht mehr die Erde (und mit ihr der Mensch) im Mittelpunkt des Universums, sondern die Sonne, um welche sich die Planeten auf Kreisbahnen bewegen. Eine Vorstellung, die sich zwar nicht für das Universum als Ganzes, aber doch im Blick auf ein Sonnensystem als realistisch erwiesen hat – auch wenn erst mit Johannes Kepler die Kreis- als Ellipsenbahnen identifiziert wurden.

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